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Legacy #33 (5/2004) Seite 118 Eigenproduktionen

Hinter diesem knapp 17minütigen Mini-Album steckt ein schwäbischer Musiker, der sich das Pseudonym Wieland zugelegt hat. Speziell für die Aufnahme von "Utgard" fanden sich dazu je ein Sänger und ein Schlagzeuger ein, welche jedoch sonst in anderen Bands tätig sind. Wie im Bandinfo von Wieland bekundet, schlug sein Herz seit je her für die Nordvölker mit all ihren Mythen, Geschichten, Künsten und Waffen. Sein Ziel war es daher, Black Metal mit Wikingerthematiken und nordischer Folklore zu vermengen. Die Texte sind hier komplett in deutscher Sprache verfasst. Die MCD beginnt mit dem Intro 'Nordwärts', erfüllt von stimmungsvollen (Akustik-)Gitarren bzw. Windgeräuschen. Dieses schlägt über in abwechslungsreichen Folk/Viking Metal, der wie im forschen Uptempo-Opener 'Midgard' sofort an vergleichbare Bands wie Helheim, Forefather oder auch Kampfar erinnert. Der dritte Track ist gleichzeitig der Titelsong: 'Utgard', eine eher mittelklassige Komposition, im Gesamtttempo etwas gedrosselt und gleichberechtigt durchgezogen von getragenen und aufpeitschenden Parts. Heroischer Chorgesang dient neben diversen Doublebass-Attacken stellenweise als probates Stilmittel zu wikingisch-kriegerischen Atmosphären, die zwar primär von gutem Willen und Hingabe, hier aber nur sekundär von kompositorischem Talent zeugen. Im vierten Track 'Asgard' weiß die kampflüsterne Kriegermusik von NEBELHORN mich dann wieder mit eingängiger Melodik zu überzeugen. Abschließend erklingt mit 'Wintersfest' ein feierlich-hymnisches Sauflied mit ausgelassenen Chören zum Met-Trinkgelage, dessen energische Dynamik neben allerlei nordischer Authentizität begeistern kann. Ein Anfang ist getan, geplant ist fürderhin eine zweite Scheibe mit sieben Tracks, welche laut Initiator Wieland etwas härter und ausgefeilter ausfallen wird. Zunächst noch zu haben ist "Utgard", dieses überraschend gut produzierte Stück Wikingerwut für ....

8/15 Punkte

www.schwarzmetall.ch #December 22, 2004

Das Jahr 2004 neigt sich zu Ende, man erinnert sich an die letzten 365 Tage, zumindest wird man nach dem ganzen Jahresrückblickstheater in den Medien fast dazu genötigt. Nun ja, das liebe 2004 war in Punkto Viking- und Pagan Metal ein ziemlich mageres Jahr. Nur ganz wenige Veröffentlichung konnten mich begeistern. Und so versucht das Einmannprojekt Nebelhorn mit seinem ersten Release zu retten, was noch zu retten ist. Wieland, der Inititiator von Nebelhorn, hat jedoch das Album nicht ganz alleine eingespielt, sondern hat sich noch einen Sänger und einen Drummer an Land geholt. „Utgard“ beginnt mit einem ruhigen, verträumten Intro, welches von einer schönen Melodie geführt wird, während im Hintergrund ein eisiger Wind pfeift, passend zur Jahreszeit also. Danach folgt der erste wirkliche Song mit Namen „Midgard“. Wuchtige Riffs peitschen aus den Boxen, angetrieben von mächtigen Drums. Eine mitreissende Melodie zieht sich durch den ganzen Song. Die Vocals sind sehr düster gehalten und enthalten eine gewaltige Portion Wut und Zorn. Der Titeltrack ist dann eher im mittleren Tempo angesiedelt, welches sich aber immer wieder steigert. Zum ersten Mal treten hier auch chorartige clean Vocals auf, die mich jedoch nicht vollständig überzeugen können. Obwohl die Einlage sehr erhaben wirkt, wird sie dennoch schnell langweilig, da in etwa immer dieselbe Tonlage benutz wird. Beim vierten Track drückt man erneut auf’s Gaspedal, doch wird ungefähr in der Halbzeit unterbrochen und man hört das Galoppieren von Pferden, und der Song baut sich langsam wieder auf, unter anderem wieder durch Einsatz weiter oben schon bemängelter clean Vocals. Es fehlt mir bei dieser Art von Gesang einfach an Abwechslung. „Asgard“ nimmt dann auch ein plötzliches Ende, was einen etwas unausgereiften Eindruck hinterlässt. Und so folgt auch schon der letzte Track. Das gemütliche „Sauflied“ überzeugt mit grossartigen Melodien und eingängigen Riffs, die zum „mitschunkeln“ einladen. Die akustischen Gitarren gegen Ende bilden einen würdevollen Ausklang eines durchaus gelungenen Scheibchens.

Pandora

„Utgard“ bietet während viel zu kurz geratenen 16 Minuten gewaltigen und glaubwürdigen Viking Metal. Mit viel Kraft und Stolz werden Ereignisse vergangener Taten besungen, ohne dabei in Kitsch abzudriften. Die 5 Songs wurden mit viel Abwechslung komponiert und schaffen problemlos den Spagat zwischen hasserfüllten Riffs und verspielten Melodien. Hervorheben möchte ich auch noch die sehr gelungene Produktion, die so gar nicht nach Eigenregie riecht und sich keineswegs hinter dem Sound weitaus bekannterer Bands zu verstecken braucht. Ich zumindest freue mich schon auf den bereits geplanten Nachfolger, der allerdings etwas härter ausfallen soll. So dürften Nebelhorn auf jeden Fall all jene interessieren, die sich für düsteren, kompromisslosen aber dennoch verspielten Viking Black begeistern können. Wer sich jetzt also noch nichts zu Weihnachten geschenkt hat, kann sich ja mit „Utgard“ beglücken, welches für 8 Euro auf der Website der Band käuflich zu erwerben ist.

4/5 Punkte


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